07.11.2017 Futsal und klassischer Hallenfußball im Vergleich

Winterzeit ist Hallenzeit

Die Spielzeit 2017 neigt sich langsam dem Ende, der Winter steht unmittelbar vor der Tür. Während die Bundesliga lediglich für 3-4 Wochen pausieren wird, bedeutet das anderorts oft schlechte Platzbedingungen und längere Pausen. Es ist also die perfekte Zeit, besagte Pausen mit gepflegtem Hallenfußball zu überbrücken. Die meisten werden den Hallenfußball noch als Bandenkick mit Filzball kennen. Jedoch hat sich in den letzten Jahren eine Entwicklung angebahnt.

Der DFB-Vorstand hat in seiner Sitzung am 24. Oktober 2014 in Frankfurt/Main nämlich beschlossen, dass alle Verbandswettbewerbe in der Halle von der Kreis- bis zur DFB-Ebene nach den offiziellen Futsal-Regeln der FIFA gespielt werden sollen.

Trotzdem steht der Futsal in Deutschland noch am Anfang seiner Entwicklung und manch einer sträubt sich gegen die Umstellung auf das ungewohnte Regelwerk. Deswegen möchte futsal.de euch die Unterschiede zwischen Futsal und dem klassischen Hallenfußball anhand von 7 ausgewählten Eigenheiten des Futsals erklären.

7 wichtige Unterschiede zwischen Futsal und Hallenfußball

1) Spielfeld

Beim Futsal gibt es Auslinien auf allen Seiten.

2) Spielzeit

Maßgeblich ist die reine Netto-Spielzeit. Folglich wird bei sämtlichen Spielunterbrechungen (auch Ausball) die Uhr sofort angehalten.

3) Ball

Es gibt drei wichtige Eigenschaften eines Futsals, die ihn vom Fußball unterscheiden:

  • Größe: Kleinerer Ball (Größe 4 anstatt Größe 5).
  • Gewicht: Gleiches Gewicht (410-430g), im Verhältnis Umfang:Gewicht also schwerer.
  • Sprungverhalten: Stark reduziertes Sprungverhalten (bei einem Fall aus 2m Höhe darf die Sprunghöhe lediglich zwischen 50-60cm liegen).

4) Schiedsrichter

Jedes Spiel wird von drei Schiedsrichtern und einem Zeitnehmer geleitet.

5) Fouls

Jedes Foul, das mit einem direkten Freistoß geahndet wird, wird als Mannschaftsfoul gezählt. Ab dem 6. Mannschaftsfoul innerhalb einer Halbzeit gibt es für jedes weitere Foul einen Freistoß.

6) Rückpassregel

Der Torwart darf ein Zuspiel des eigenen Mitspielers nicht in die Hand nehmen. Zusätzlich darf der Torhüter den Ball in seiner Spielfeldhälfte nach einem absichtlichen Zuspiel nur dann ein zweites Mal berühren, wenn zwischenzeitlich ein Gegenspieler den Ball berührt oder gespielt hat.

7) Sekundenregeln

Der Spieler hat für Ecken und den Einkick, der anstatt des Einwurfs ausgeführt wird, aus dem aber kein direktes Tor erzielt werden darf, maximal vier Sekunden Zeit. Bei einem Verstoß wird dem gegnerischen Team je nachdem ein Torabwurf bzw. ein Einkick zugesprochen.

Fazit

Die erwähnten Regeln sorgen für eine größere Fairness (Teamfouls), für ein schnelleres Spiel bzw. die Vermeidung von Zeitspiel (Sekundenregeln, Netto-Spielzeit) und somit für eine gezielte Schulung der Handlungs- und Entscheidungsschnelligkeit. Genauere Regelbeschreibungen und weitere Regeln findet ihr hier auf unserer Seite oder im Regelwerk der FIFA.

Der Futsal sollte nicht in Konkurrenz zum klassischen Hallenfußball gesehen werden, sondern als echte Alternative und Abwechslung im Trainingsalltag.

Wer noch nicht überzeugt ist, darf sich dieses Video anschauen:

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