DAS RICHTIGE FUTSALTRAINING

Bevor wir mit dem Futsaltraining beginnen, sollten wir uns darüber bewusst werden, was die Grundlage der Trainingslehre im Sport ist. Es ist die natürliche körperliche Bewegung und der Umgang mit dem Spielgerät.

Bei der Anwendung von verschiedenen Spiel- und Übungsformen können wir insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ein großes Engagement entlocken, wenn diese Übungen Spaß machen und die ausgewählten Spiel- und Trainingsformen alle Teilnehmer erfassen.

Auf der ersten Stufe des sogenannten Vorunterrichts sollten die Spiele Spaß und Freude bereiten und den Zweck erfüllen, das Interesse der Trainierenden am Futsal oder Fußball zu wecken.

Futsal-Trainingsübungen sollten einfach erklärt und vorgeführt werden.

Die Ausführung sollte überwacht werden, damit Fehler direkt angesprochen und auch korrigiert werden. Dennoch sollte jeder Trainer das Spiel und den Spaß in den Vordergrund stellen, damit die Motivation der jungen Teilnehmer weiter bestehen bleibt.

Die Regeln sollten von Anfang an eingehalten werden, denn ohne Disziplin ist kein sportlicher Erfolg möglich. Ein gegenseitiger respektvoller Umgang ist Voraussetzung für ein gutes Teamwork.

Damit weder Spiel noch Spaß auf der Strecke bleiben, sind einige Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem auch das Alter der Trainierenden, die allgemeine körperliche Fitness und die individuellen technischen und taktischen Vorkenntnisse und Fähigkeiten.

Wenn der Übungsleiter diese Faktoren berücksichtigt kann seine Arbeit sehr befriedigend ausfallen.

 

Zusammengefasst gehören zu den Aufgaben des Trainers/Übungsleiters:
• Überprüfung der Inhalte und Regeln
• eventuell persönliche Anpassung des Trainings
• auf eine technisch saubere Ausführung achten
• sofortige Fehleranalyse und Korrektur
• abwechslungsreiche Trainingsgestaltung
• zielorientierte Trainingsphasen
• Teambildung fördern
• motivierendes Lob statt ständige Kritik
• auf einen respektvollen Umgang miteinander achten
• die Übungseinheit mit einem Erfolgserlebnis abschließen

Eine große Auswahl von verschiedenen Futsaltrainingsübungen für Anfänger und Fortgeschrittene finden Sie im Futsalbuch Basiswissen.

 

Übungen für die Ballannahme und -verarbeitung:

Eine der elementarsten Basics beim Futsal spielen ist die korrekte Ballannahme und die Ballverarbeitung. Nur mit einer exakten Ballannahme wird die sofortige Ballverarbeitung und nachfolgende Aktionen für den Spielaufbau ermöglicht. Kontrolliert der Spieler nach dem ersten Ballkontakt diesen nicht zu 100 Prozent, sind erst noch weitere Ballberührungen nötig. Erst wenn der Ball kontrolliert wird kann ein genaues Passspiel erfolgen oder der Spieler in ein Dribbling gehen oder einen erfolgreichen Torschuss abgeben. Beim Futsal ist die erforderliche Genauigkeit und Präzision besonders wichtig.

Da die Mitspieler sich überwiegend in ständiger Bewegung befinden (Rotation) und die Gegenspieler eher in der Nähe stehen, muss der folgende Pass fast zentimetergenau den Mitspieler erreichen, sonst droht ein Ballverlust.

Da sich der sprungreduzierte Futsalball sehr gut mit flachen Pässen auf der ebenen Fläche spielen lässt ist die Ballannahme mit der Schuhsohle die sicherste und gebräuchlichste Variante. Gelingt es dem Spieler mit der Sohle zentral über dem Ball stehend diesen exakt zu stoppen kann er den folgenden zweiten Schritt (eventuell ein Pass zum Mitspieler oder ein Dribbling) auch sofort tätigen. Bestenfalls gelingt dieses in einer gleitenden Bewegung, indem er sich den Ball mit der Sohle sofort in die neue Pass- oder Laufrichtung vorlegt. Diese scheinbar leichte Übung mit dem Spielgerät erfordert aber immer wieder ständiges trainieren, um den erforderlichen Bewegungsablauf zu perfektionieren. Bei technisch sehr guten Futsalspielern ist die Ballannahme und die Ballverarbeitung immer nur eine gleitende Bewegung. Daraus resultierende schnelle und fintenreiche Angriffszüge werden mit direktem Passspiel und schnellen Ballpassagen kombiniert.

 

Quelle: Futsal – Basiswissen und praktische Übungen für Trainer und Spieler, Jörg Meinhardt.